Toursimus und Sehenswürdigkeiten

Einen großen Einfluss auf das Stadtbild haben die vier großen Wasserstraßen, die zum Teil durch die Stadt fließen: Brahe, Weichsel und Notze sowie den zw. 1772-1775 erbaute Bromberger Kanal der die Weichsel mit der Oder verbindet. Der Bromberger Kanal ist de facto die Binnenwasserverbindung die Westeuropa mit Osteuropa verbindet. Die Einzigartikeit der denkmalgeschützten Konstruktion sowie der entlang des Gewässers angelgeten Parkanlagen machen den Kanal zum einer Sehenswürdigkeit des ersten Ranges. Seit Jahren bemüht sich die Stadt den Kanal auf die UNESCO-Liste eintragen zu lassen.

Zu den größten innerstädtischen Attraktionen zählen die Mühlen-Insel sowie Bromberger Vendig – ein Gebäudekomplex an der Brahe in der nähe des Rathauses. Ebenfalls auf der Mühlen-Insel findet man die Münzprägeanstalt (seiner Zeit die einzige in Polen) sowie die historischen Speicherhäuser.

Die Bromberger nennen die Stadt „Klein-Berlin”. Dieses ist auf den Baustil mit seinen Formen, den verwendeten Materialien sowie den gotischen Architektur-Einfluss zurückzuführen. Die Innenstadt ist berümht für ihre zahlreiche Jungendstil-Gebäude, sowie architektonische Denkmäler aus der neogotischen Ära.

Weitere Sehenswürdigkeiten, die man heute besichtigen kann:

  • Wasserturm (erbaut 1900)
  • Reste der mittelalterlichen Stadtmauern
  • Historische Altstadt mit mehreren Fachwerkspeicherhäusern
  • Historisches Rathaus auf dem Alten Markt
  • Villenviertel „Sielanka“, mit Villen vom Anfang des 20. Jahrhunderts, nach Bauplänen von Josef Stübben
  • Bromberger Kanal mit zahlreichen Schleusen und Wasserwehren
  • August Cieszkowski Strasse
  • Der am Stadtrand gelegene Natur- und Kurort „Myślęcinek“
  • Der am westlichen Stadrand gelegene Skansen mit Überresten polnischer Verteidigungsanlagen vom September 1939
  • Der Pfarrfriedhof von 1806 mit Gräbern französischer Kriegsgefangener des Deutsch-Französischen Krieges
  • Ein Wehr an der Brahe (erbaut 1904-1906)
  • Das Dorf Ostromecko auf dem gegenüberliegendem Weichselufer, mit seinen Schlößern

Folgende Objekte gelten heute als Wahrzeichein der Stadt:

  • Denkmal der Bogenschiesserin „Łuczniczka” aus 1910
  • Historischen Speicherhäuser an der Brahe
  • Die im Krieg zerstörte Phontäne „Potop”

Zu den sehenswerten Objekten gehören auch die zahlreichen Kirchen in der Stadt:

  • römisch-katholische Pfarrkirche St. Martin und Nicolaus (erbaut 1466-1502 im spätgotischen Stil)
  • Garnisonskirche (erbaut 1552-1557)
  • Klarissinenkirche (erbaut 1582-1602)
  • evangelische St. Paulskirche (erbaut 1872-1876), an der Danziger Straße (heute: römisch-katholische Apostelkirche)
  • evangelisch-augsburgische Erlöserkirche (erbaut 1896)
  • Neue Evangelische Pfarrkirche (erbaut 1900-1903) (heute: Andrzej-Boboli-Kirche der Jesuiten)
  • neoklassizistische St.-Vinzent-Basilika (erbaut 1925-1937)

Im Laufe der Zeit wurden einige Denkmäler unwiederbringlich zerstört. Dazu zählt neben dem Stadtschloss, das monumentale Stadttheater aus dem Jahr 1896, die romanische Kirche aus dem XII Jh. sowie weitere Speicherhäuser an der Brahe.

Der zweite Weltkrieg hinterließ in der Stadt auch zahlreiche Spuren. Einerseits wurden einige Sehenswürdigkeiten unwiederbringlich zerstört: Die Jesuiten-Kirche auf dem Alten Markt, die jüdische Syngaoge (Eine zweite Syngoge ist in Fordon bis heute erhalten geblieben. Sie wurde nach dem Krieg als Kino genutzt und ist heute stark renovierungsbedürftig.) sowie die Phontäne „Potop”. Auf der anderen Seite kann man bis heute einige deutsche Hinterlassenschaften bis heute besichtigen. Dazu zähl die Dynamit-Fabrik mit den weit ausgebauten und verzweigtnen Bunker- und Tunnelsystem mit einer Länge von über 2 km und bis auf 4 Ebenen. Rund um die Stadt. Zahlreiche Bunkeranlagen in den umliegenden Wäldern, sowie die Raketenabschuss-Anlage (V1), die jedoch nicht besichtigt werden kann.

Die Stadt verfügt aber auch über zeitgenössische Touristen-Atraktionen. Dazu zählen die 1973 errichtete Oper (Opera Nova), der Musiker-Viertel mit der Bromberger Philharmonie, die Wasser-Straßenbahn und vor allem die „Neuen Speicherhäuser”, die im Jahr 2000 einen Architekturpreis gewannen.

Die Stadt verfügt über eine gut ausgebaute Hotelinfrastruktur mit 3 Hotels der gehobenen Klasse. Als das schönste Hotel gilt das 1896 erbaute Hotel "Pod Orłem".

Innerhalb der erweiterten Stadtgrenzen findet man folgende Sehenswürdigkeiten:

  • 2,5 km Lange Regatta-Bahn
  • Wyschogród: Eine Siedlung aus dem 11 Jh. mit einer Burganlage aus dem VI-X Jh.
  • Janowo: Ein Naherholungsgebiet
  • Das Sanatorium in Oplawiec

Rund um die Stadt befinden sich zahlreiche Wander- und Fahrrad-Wege (hier verläuft auch der längste europäische Fahrradweg R-1.